Steffen Kaltenbach: Huldrych Zwingli

Zwingli und seine Freiheitsspuren / Zwingli and me

 

Liebe Gemeinde,

Zwingli und ich – das hat etwas mit meinem Theologiestudium in Bern in der Schweiz zu tun. Ich wollte, zumindest für ein Sommersemester, die (mit Luther) sehr auf den einzelnen Menschen und sein Verhältnis zu Gott bezogene Tübinger Schule um den Gesichtspunkt einer Theologie für Politik und Gesellschaft erweitern. Dazu ist die Beschäftigung mit dem Schweizerischen Reformator Huldrych Zwingli auch eine Auseinandersetzung mit der als Urlaubsland so attraktiven und dann doch so kritisch zu betrachtenden Schweiz, in der ich mir vor einem Jahr den Arm gebrochen und dann im Herbst eine Reha für meine Bronchien gegönnt habe. Jetzt aber zu Zwingli und seiner aus der Bibel aufgeworfenen Frage: Mache ich das Menschen Mögliche aus meinen mir von Gott anvertrauten Talenten?

Es ist wie mit einem, der seine Knechte rief, bevor er außer Landes ging, und ihnen sein Vermögen anvertraute;  und dem einen gab er fünf Talent Silber, dem andern zwei, dem dritten eines, jedem nach seinen Fähigkeiten, und er ging außer Landes.  Sogleich machte sich der, der die fünf Talent erhalten hatte, auf, handelte damit und gewann fünf dazu.  Ebenso gewann der, der die zwei hatte, zwei dazu.  Der aber, der das eine erhalten hatte, ging hin, grub ein Loch und verbarg das Geld seines Herrn. Mt 25,14-18

Ulrich, genannt Huldrych Zwingli[1][1] wird am Neujahrstag 1484 in Wildhaus im schweizerischen Toggenburg geboren. Er ist sieben Wochen jünger als Martin Luther.

Der Vater, ebenso Ulrich Zwingli, ist Ammann, also einem gewählten, ehrenamtlichen Bürgermeister vergleichbar. Vater Zwingli kann sich dieses politische Ehrenamt leisten, seine Familie ist vermögend. Die Landwirtschaft auf hoch gelegenen  Alpen und der Verkehr auf dem Pass waren einträgliche Einnahmequellen. Die auf knapp 1100m Meereshöhe gelegene Straße zwischen Säntis und Churfirsten verbindet das Rheintal und das Toggenburg, eine Abkürzung zwischen Bodensee und Zürich, will man nicht die weitere Strecke über den Walensee wählen. Der heute bekannteste Einwohner der Doppelgemeinde Wildhaus-Alt-St. Johann ist der Skispringer Simon Amman.

Das noch stehende, heimelige Geburtshaus Zwinglis strahlt eine Wohlfühlatmosphäre aus, wie wir sie uns von einem Chalet  im Bergurlaub wünschen. Doch ob das Leben in der kleinen Hütte immer so gemütlich war, wird man angesichts knapp 20 Familienmitglieder und der daraus folgenden Enge bezweifeln dürfen. Immerhin: Der Zusammenhalt war stark, eine sittenstrenge Erziehung sorgte für großes Ansehen, aber auch für gehorsame Kinder. „Uoli“, wie ihn Mutter Margaretha nannte, sollte mit sechs Jahren zu seinem Onkel an den Walensee ziehen. Der war Priester, und so lernte Zwingli das spätmittelalterliche Pfarrhaus kennen. Im Alter von zehn Jahren schickte der Onkel den jungen Uli nach Basel zur weiteren Schulbildung. Mit dreizehn kam Zwingli nach Bern an die Lateinschule, wo man schon Klassiker las, und wo ihn Mönche seiner schönen Stimme wegen ins Kloster locken. Das war dann Vater und Onkel doch zu viel, so dass sie Ulrich mit vierzehn an die Universität nach Wien schicken. Mit 15 Jahren fliegt er von der Wiener Uni, wahrscheinlich wegen einer politisch motivierten Schlägerei zwischen Anhängern der im Krieg liegenden Habsburger und der Eidgenossen. Ein Jahr später ist Zwingli wieder in Wien eingeschrieben. Das Zwischenjahr studiert er mit höchster Wahrscheinlichkeit in Paris. Seiner Theologie zumindest ist das Studium an der Sorbonne abzuspüren.

Mit 18 sehen wir Zwingli in Basel studieren, parallel ist er Schulmeister. Hier lernt er später wichtige Reformatoren kennen. Hier macht er mit 22 seinen Magister der freien Künste, steigt dann ins Theologiestudium ein, das er aber ohne Abschluss nach sechs Monaten zugunsten des Priesteramts aufgegeben hat. Das Theologiestudium war damals keine Voraussetzung für den Priesterberuf.

In Glarus, in dessen Kantonsspital ich letztes Jahr meinen gebrochenen Arm versorgen ließ, war Zwingli bis 1516, also zehn Jahre lang, Priester. Volksnah, beliebt, hatte Zwingli neben der Arbeit als Priester auch für das Selbst-Studium Zeit: Er lernt Griechisch, kann das Neue Testament in der Ursprache lesen. Er gelangt zu einer konkreten Bibelauslegung, durch die die Bibel deutlich klarer als bisher mit dem wirklichen Leben ins Gespräch kommt.

Um 1515 – Luther kommt in seiner Bibelauslegung zu einem ersten reformatorischen Durchbruch – ist bei Zwingli erkennbar, dass jetzt allein die Heilige Schrift selbst als Quelle der Offenbarung Gottes gelten darf.

Politisch war Zwingli in den Glarner Jahren mehrfach als Feldgeistlicher mit dem Heer der schweizerischen Söldner unterwegs, immer auf der Seite päpstlicher Truppen gegen Frankreich. Die Schweizergarde im Vatikan ist das Überbleibsel der damaligen Soldatenverkäufe. Eidgenössisches Großmachtstreben und kommerzielle Gewinnmaximierung trafen sich hier. Schweizer Politiker erhielten für die Unterstützung dieser Rekrutierungen eine schöne „Pension“ vom Papst in Rom.

Zwingli stand auf der Seite des Papstes, selbst als die Mehrheit der Glarner zur Fahne der Franzosen wechselten. Jetzt war er politisch nicht mehr haltbar, er wollte die Papsttreue nicht aufgeben. Man hätte ihm in Glarus ein schönes neues Pfarrhaus gebaut, wäre er unter Aufgabe seiner Papsttreue geblieben.

Zweieinhalb Jahre lebt Zwingli in Einsiedeln, hier wird sein reformatorischer Durchbruch erkennbar. Er verspottet den Ablassprediger Bernhardin Samson, wie Luther ein halbes Jahr zuvor den Johann Tetzel angreift. Beide Reformatoren also erkennen im Ablass einen zentralen Kritikpunkt gegen die römische Kirche. Kurz gesprochen: Gottes Gnade lässt sich nicht kaufen, Schuld kann man nicht finanziell tilgen.

In Einsiedeln hatte sich Zwingli neben einem vertieften Selbststudium auch zu einem moralisch anspruchsvollen Leben entschlossen. Aber er ist am Zölibat gescheitert, was ihm schwere Gewissensbisse eingebracht hat. Luthers Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ – sie wurde für Zwingli zur Frage, ob er den ihm anvertrauten Talenten im Sinn Gottes zum Durchbruch verhelfen würde. Immerhin: Zwingli verschweigt sein Scheitern nicht. Später, 1524 wird er heiraten, kurz vor Martin Luther.

Dieselbe Frage nach der bestmöglichen Verwirklichung der von Gott verliehenen Talente leitete ihn in seiner bedeutendsten Zeit in Zürich. Als Priester für die Leute stellt er in der Antrittspredigt sein Programm vor: Nicht mehr an Sonntagsthemen will er die Predigt ausrichten, sondern an der fortlaufenden Lesung des Evangeliums, der „Geschichte von Christus, unserem Heiland“, und zwar nach dem Sinn des Heiligen Geistes, der sich unter Gebet durch fleißigen Vergleich mit anderen Schriften der Bibel selbst ergeben würde. Seine Zuhörer waren beunruhigt. Sie fühlten vielleicht deutlicher als der Prediger den Sprengstoff, den diese unverfälscht biblische Predigt mit sich bringen sollte.

Zwingli predigte fast täglich. Was gab es wertvolleres als den Christusglauben aus der Heiligen Schrift? Die Reformation in Zürich ist eine Frucht des fleißigen Bibellesens. Auch die Gründung der Bibelstudiumseinrichtung Prophezey gehört hierher: Hier entsteht die Zürcher Bibel, die es bis heute in immer neuen Übersetzungen gibt.

An Polemik lässt Zwingli nichts vermissen: Er beschimpft Rom als die große Hure, warnt vor Heiligenanrufung, Ablass und dem Beten vor Bildern. Zur letzten Ölung schreibt er, man solle das Öl statt zur Krankensalbung besser zum Kopfsalat verwenden.[1][2] Er lehnt das Fegefeuer ab und die Verdammnis ungetauft gestorbener Kinder. In einer meiner frühen Kirchengemeinden kam eine Mitarbeiterin zu mir mit der Frage, was denn mit ihrem kurz nach der Geburt gestorbenen Kind passiert sein wird. Ohne Taufe – keine Hoffnung?  Für die katholische Kirche hat erst am 20.4.2007 Papst Benedikt XVI. alias Josef Ratzinger kraft seines petrinischen „Schlüsselamts“ die Vörhölle für die Ungetauften Kinder zugeschlossen, also praktisch abgeschafft! Zurück zu Zwingli: Er kämpft gegen Söldnerdienste, Geldzahlungen für Söldner, Bündnisse mit Kriegsparteien. Zwingli predigt politisch, was die Politiker an ihre Zugehörigkeit zur  Christengemeinde  erinnert und sie regelrecht in die Kirche treibt. Ohne evangelische Predigt ist kein Regierungshandeln denkbar!

Dann tritt Luther  mittels seiner Schriften in Zwinglis Leben. Insgesamt entdecke ich zahlreiche Parallelen in der Theologie der Beiden. Zwingli schreibt: „Luther und ich habend  einen (=denselben) Glauben uff Christus Jesus und in ihn.“[1][3] Dass Zwingli sozusagen von Luther abgeschrieben hätte, kann man freilich nicht sagen. Ein Kernunterschied ist die Bedeutung von Gesetz und Evangelium. Martin Luther sieht in allem, was ihm aus der Bibel als Norm entgegentritt, einen Spiegel, um die eigene Schuld zu erkennen. Damit hat es sich dann aber auch. Der Schulderkenntnis folgt die Vergebung von Christus aus dem Evangelium. Die wird kraft eines christlichen Gewissens ein gottgefälliges Leben mit sich bringen. Und weil wir dabei immer schuldig bleiben, brauchen wir täglich Gottes Gnade. Für Zwingli ist auch das Gesetz Evangelium, weil es mir als Christ helfen soll, meine Lebensführung am Willen Gottes auszurichten. Der Heilige Geist wird mich bei meinem biblisch orientierten Leben unterstützen. Ganz vereinfacht gesprochen: Luther denkt oft schwarz/weiß, Gesetz und Evangelium als Gegensatz, Sünde und Gnade, Teufel oder Christus, Tod oder Leben. Zwingli denkt eher sowohl als auch: Gesetz ist Evangelium, auch Gottes Gebote führen zum Leben.

In Zürich, Zwingli ist auswärts bei einer Kur, ereilt die Bevölkerung die Pest. Zwingli kehrt zurück und steckt sich selber an, kann aber von der Seuche genesen.

1522, ein Jahr nach dem Wormser Reichstag, auf dem Luther verurteilt wurde, aber standhaft beim neuen Glauben blieb, zeigt sich in Zürich der Durchbruch der Reformation. Maßgeblich sind hier nicht die Kirchenleute, sondern der Rat der Stadt und die Predigthörer Zwinglis. Feindbild aller sind der Papst und sein Generalvikar in Konstanz.

Spektakulär, und darauf will ich den Blick auf Zwinglis Leben begrenzen, war der 9. März 1522. Mitten in der Fastenzeit lud Zwinglis Buchdrucker Christoph Froschauer zum abendlichen Wurstessen in seine Werkstatt ein. Er war, wie andere Anhänger Zwinglis, davon überzeugt, dass die biblisch bezeugte, von Christus geschenkte, Freiheit nicht mit den unbiblischen Fastengeboten zusammengeht. Zwingli war zufällig dazugekommen, hat sich aber am Wurstgenuss nicht beteiligt. Der Rat der Stadt verhängte an die Fastenbrecher Strafen, was Zwingli zu diplomatischer Vermittlungsarbeit und zu einer programmatischen Predigt nötigt. „Von Erkysen[1][4] und Fryheit der Spysen“[1][5].

Wie Luther redet Zwingli von der Freiheit der Christen. Luther bezieht sich auf die innere Freiheit des Gewissens des Einzelnen (Christus befreit von Schuld) und spricht vom Gehorsam im politischen Raum. Zwingli hingegen meint zuerst die Freiheit eines öffentlichen,  gesamtgesellschaftlichen Lebens. Die Befreiung von äußeren Zwängen wird schon innere Freiheit mit sich bringen. Wenn Luther Seelsorger und Berater war, dann war Zwingli Berater und Politiker. Nach vielen innenpolitischen und kirchenpolitischen Machtkämpfen, in denen Zwingli immer auch Einfluss auf die Politik selbst nahm, sehen wir ihn am Ende seines Lebens wieder als Feldprediger in der Schlacht zu Kappel. Zwischen Zürichsee und Zugersee trafen die unvorbereiteten evangelischen Züricher auf die angreifenden katholischen innerschweizer Truppen, die den Evangelischen eine vernichtende Niederlage beibrachten. Zwingli wurde verwundet und am Abend noch auf dem Schlachtfeld verspottet und umgebracht. Man hatte ihm die ihm verhasste Beichte angeboten, ihn getötet, sein Körper gevierteilt und verbrannt. Die Altgläubigen hatten ihren Ketzer bestraft.

 

Was bleibt von Zwingli und seiner Reformation in Zürich und Bern?

Kirchen- und staatspolitisch bleiben drei große Niederlagen und eine kleine:

1.      Die Niederlage in der Schlacht zu Kappel, die die Ausbreitung des evangelischen Glaubens in der Schweiz auf die Großstädte Zürich und Bern und Basel begrenzte.

2.      Der bleibende Streit mit den Lutheranern um das Verständnis des Abendmahls. Philipp von Hessen lud 1529 alle bedeutenden Theologen an einen Tisch. Wird die Abendmahlsfrage gelöst, wäre eine politische Koalition aller Evangelischen möglich. Luther und Zwingli treffen hier aufeinander. Zwingli legte die Einsetzungsworte deutlich moderner, nämlich als symbolisch gemeint, aus. Wenn Christus sagt: Das ist mein Leib, dann meint Christus: Dieses Stück Brot bedeutet, dass ich mich wie dieses Brot euch gebe. Für Luther war wichtig: Wenn Christus sagt: „Das ist mein Leib“, dann meint Christus: In dieses Stück Brot gebe ich mich tatsächlich. Oder mit anderen Worten: Für Zwingli war das Abendmahl reine symbolische Erinnerung an Jesu Hingabe. Für Luther geschieht diese Hingabe im Essen des Brotes. Im Abendmahl geschieht Versöhnung.
Der Streit blieb bestehen. Zwingli schimpfte Luther einen „Christoborus“ (=Christusfresser). Die Folge der Uneinigkeit in der Abendmahlsfrage war die politische Kleinstaaterei und damit die Schwächung der Evangelischen in Mitteleuropa. Wir in Württemberg haben aufgrund von Zwinglis abschwächender Deutung das Abendmahl noch in meiner Jugend höchstens viermal im Jahr gefeiert. In der Schweiz trägt man zu diesen seltenen Abendmahlfeiern den Tisch in die Kirche, der sonst oft fehlt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstraums steht die Kanzel. Gottes Wort allein zählt.

3.      Die Schwäche, den theologischen Gegner mit Mitteln der Macht bezwingen zu wollen, sie äußert sich in der Hinrichtung der Täufer. Als Felix Manz in Zürich die Kindertaufe ablehnte, wurde er mit Zustimmung Zwinglis in der Limmat in einem Eisenkäfig ertränkt.

4.      Die kleinere kirchenpolitische Niederlage: Zwinglis Theologie wurde weitgehend von der eines späteren Johannes Calvin überlagert. Calvin mit seiner starken Erwählungslehre hat dem Luther näher stehenden Zwingli eine Art Decke übergezogen. Calvinismus und Luthertum tun sich sicher schwerer mit einander als ein modernes Luthertum und ein moderner Zwinglianismus es täten.

Was bleibt Positives von Zwingli?

1.      Die Gottesdienstform, in der wir Württemberg feiern, ist wenig lutherisch, viel mehr von Zwingli geprägt. Wer lutherische Gottesdienste erleben will, muss in evangelische Gemeinden in Bayern oder nach Nord- oder Ostdeutschland oder in die Selbständige lutherische Gemeinde nach Stuttgart fahren.

2.      Von Zwingli nehme ich mit die Liebe zur unverfärbten Heiligen Schrift, zum Bibelstudium, zum gemeinsamen Bibellesen. In der Bibel erschließt sich Gott in seinem Sohn Jesus Christus wie von selbst. Und je mehr ich von ihm lese, je mehr ich verschiedene Seiten derselben Bibel wahrnehme, desto klarer zeichnet sich mir das wirkliche Bild ab von Jesus Christus, der mir Gott zeigt, wie er für uns ist. Einen andern Gott zu denken, als den, der sich in Christus zeigt, macht keinen Sinn.

3.      Was bleibt, ist Zwinglis Blick aufs Gemeindeleben und auf die Gesellschaft als Ganze. Eine politische Theologie können wir von Zwingli lernen. Gottes Geist weht nicht im stillen Kämmerlein allein. Er pfeift durch die Gassen und auf die Plätze und Straßen. Gottes Geist, Jesu Geist, will die Welt verändern. Auch was den Glauben angeht, ist das Private politisch. Freiheit, sie gilt nicht allein dem Gewissen vor Gott, sie gilt dem Menschen als Ganzem und einer Gesellschaft als Ganzer.

4.      Was auch bleibt, ist Zwinglis Ehrlichkeit: Das Eingeständnis des nicht perfekten Lebens, das Eingeständnis des auch persönlichen Scheiterns. Und mit ihm verbunden die Gewissheit, dass Gott es mit uns Sündern recht macht. Deshalb ist die Frage, die mit Zwingli mitgeht, eine in der Gnade Gottes aufgehobene Frage: Mache ich das Menschen-Mögliche aus Gottes gut gemeinten, in mir angelegten  Talenten?

Zwingli zum Schluss: Wer dem gepredigten Evangelium geglaubt hat, hat Befreiung des Gewissens und Trost empfunden. Das Evangelium lehrt ja nicht nur die Gnade, sondern auch das neue Leben ergreifen. Amen.

 

Lied: Herr, nun selbst den Wagen halt, EG 242,1-3 (Zwinglis einziges Lied im EG)

 


 

[1][1] Grundlegend: Gottfried W. Locher: Zwingli und die schweizerische Reformation, Die Kirche in ihrer Geschichte Bd. 3, J 1, Göttingen 1982.

[1][2] Fritz Schmidt-Clausing: Zwinglis Humor. Frankfurt 1968.

[1][3] E. Egli (Hg.): Huldreich Zwinglis sämtliche Werke (1905ff.), Bd. V, S. 70.

[1][4] (= Auswählen)

[1][5] 23.3.1522, gedruckt als programmatische Schrift am 6.4.1522.